FÖRDERKREIS VERMESSUNGSTECHNISCHES MUSEUM E. V.
POSTANSCHRIFT: 
Förderkreis Vermessungtechnisches Museum e.V.
( c/o Museum für Kunst und Kulturgeschichte)
Hansastraße 3
D-44137 DORTMUND


Tel. +49 (0) 231 50 2 52 83    Fax  +49 (0) 231 50 2  54 28

Schausammlung im
Museum für Kunst und Kulturgeschichte - Abt. Vermessungsgeschichte
Hansastraße 3
44137 Dortmund



 

Auslobung des Eratosthenes-Preises

Jedes zweite Jahr verleiht der Förderkreis Vermessungstechnisches Museum e.V. den mit Euro 2500,- dotierten Eratosthenes-Preis. Der Preis wird verliehen für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der geschichtlichen Forschung im Vermessungswesen. Über die Vergabe des Preises beschließt ein Stifterkollegium, dem aus dem Förderkreis der Präsident, Prof. Dr.-Ing. Peter Mesenburg, Essen, der Erste Vorsitzende des Vorstandes, Dipl.-Ing. Ingo Frhr. von Stillfried, Dortmund, sowie der Vorsitzende des Kuratoriums, Prof. em.  Dr.-Ing. Bertold Witte, Bonn, angehören. Grundlage ist das Statut für die Verleihung des Eratosthenes-Preises vom 21. Febr. 2000, in der Fassung v. 18. Febr. 2013, welche beim Förderkreis, Stifterkollegium, Hansastraße 3 (c/o MKK), 44137 Dortmund, angefordert werden kann. - Das Statut ist hier auf dieser Webseite nachfolgend an die Nennung der Preisträger wiedergegeben (sh. b. u.). 


Das Stifterkollegium bittet, geeignete Arbeiten unter der o.a. Adresse einzureichen. Der neue Einreichungstermin für den nachfolgenden Eratosthenes-Preis wurde auf den 31.12.2014 festgelegt.  




 

                    Die bisherigen Eratosthenes-Preisträger 



2001 - Preisverleihung während der Eröffnungsveranstaltung der INTERGEO am 19. September 2001 in Köln

Dipl.-Ing. Frank Reichert (29) aus Dresden. Seine preisgekrönte Diplomarbeit an der TU Dresden trägt den Titel: „Zur Geschichte der Feststellung und Kennzeichnung von Eigentums- und Herrschaftsgrenzen in Sachsen". Sie wurde betreut und vorgeschlagen von Prof. Dr.-Ing. F. Reuter.

 



2003 - Preisverleihung während der Eröffnungsveranstaltung der INTERGEO am 17. September 2003 in Hamburg

Dipl.-Ing. Manfred Spata (59) aus Bonn ist für seine Untersuchungen zu „Friedrich Christoph Müller und seine Karten der Grafschaft Mark 1775 - 1791“ ausgezeichnet worden.

Dipl.-Ing. Bernhard Zimmermann (78) aus Rostock-Warnemünde erhielt den Preis für seine Arbeit mit dem Titel „Friedrich Paschen und die mecklenburgische Landesvermessung 1853 bis 1873“. - Die Arbeit ist inzwischen als Band 33 in der Schriftenreihe des Förderkreises veröffentlicht worden.

 


 

2005 - Preisverleihung während der Eröffnungsveranstaltung der INTERGEO am 4. Oktober 2005 in Düsseldorf

Frau Dr.-techn. Jana Niederöst (33) aus der Schweiz erhielt den Preis für ihre  Dissertation an der ETH Zürich Das Relief der Urschweiz von Franz Ludwig Pfyffer (1716-1802): 3D-Rekonstruktion, Analyse und Interpretation“ - veröffentlicht 2005 als Mitteilung Nr. 89 des Instituts für Geodäsie und Photogrammetrie an der ETH Zürich. Die preisgekrönte Arbeit wurde betreut und vorgeschlagen von Prof. Dr. Armin Grün von der ETH Zürich.

Dipl.-Ing. (FH) Maik Ullrich (34) wurde prämiert für seine Diplomarbeit 2001 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden im Fachbereich Vermessungswesen/Kartographie „Der Beitrag zur Vermessung in Thüringen durch Franz Xaver von Zach, veröffentlicht 2004 im Fachinformationsblatt des Deutschen Vereins für Vermessungswesen (DVW), Landesverein Thüringen e.V. Nr.5. Die Diplomarbeit wurde betreut und vorgeschlagen von Prof. Dr. oec. Rolf Falk Helbig.





2007 - Preisverleihung während der Eröffnungsveranstaltung der INTERGEO am 25. September 2007 in Leipzig

Herr Dipl.-Ing. (FH) Mario Bauch (31) erhielt den Preis für seine Diplomarbeit 2004 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden im Fachbereich Vermessungswesen/Kartographie „Zu den Anfängen der Forstvermessungs-Anstalt  unter Schellig und Cotta (1804 – 1844)“. Die Diplomarbeit wurde betreut und vorgeschlagen von Prof. Dr. oec. Rolf Falk Helbig.

 



2009 - Preisverleihung anläßlich der Mitgliederversammlung in der Rotunde des 
Museums für Kunst und Kulturgeschichte am 22. Febr. 2010 


Dr.-Ing. Rudolf Hafeneder aus Bonn erhielt den Preis für seine intensiven Forschungsarbeiten zur Kolonialkartographie 1884 - 1919, welche er nach seiner Pensionierung als Oberst extern an der Bundeswehrhochschule in München in seiner Dissertation 2008 zusammengefaßt hat.  Nach der Preisverleihung erläuterte Rudolf Hafeneder in einem kompakten Vortrag mit Hilfe einer beeindruckenden Power-Point-Präsentation seine Forschungsergebnisse. Die von Prof. Kurt Brunner und Prof. em. Albert Schödlbauer betreute Dissertation
„Deutsche Kolonialkartographie 1884-1919“ ist eine umfassend recherchierte Dokumentation eines hochinteressanten und ungewöhnlichen Kapitels deutscher Kartographie- und Kolonialgeschichte. 

 



2011 - Preisverleihungen anläßlich der Mitgliederversammlung in der Rotunde des 
Museums für Kunst und Kulturgeschichte am 13. Febr. 2012 


Dr.-phil. dipl.ing. 
Martin Rickenbacher aus Bern  erhielt den Preis für seine Dissertation an der Universität Basel.  Der Preisträger hat die vor ca. 200 Jahren in der Schweiz angewandten wissenschaftlichen Methoden der topographischen Aufnahme aufgearbeitet und darüber hinaus die dabei entstandenen Karten - es handelt sich weitgehend um Originalzeichnungen - in französischen Archiven aufgespürt und erstmals aus schweizerischer Sicht erforscht; er stellt sie zugleich in einen europäischen Kontext. Die Arbeit ist eine umfassend recherchierte Dokumentation eines hochinteressanten und ungewöhnlichen Kapitels französischer-schweizerischer Landesvermessung, zusätzlich eingebettet in die geisteswissenschaftlichen Aspekte und die handelnden Persönlichkeiten jener Zeit - (Die Arbeit ist 2011 erweitert als Buch erschienen: Napoleons Karten der Schweiz, Landesvermessung als Machtfaktor 1798 – 1815, hier und jetzt, Verlag für Kultur, ISBN 978-3-03919-196-3).

Das Stifterkollegium hatte o. Prof. em. Dr.-Ing.
Dieter Lelgemann vor dem Hintergrund seines reichen geodätisch-literarischen Wirkens den erstmals verliehenen Eratosthenes-Ehrenpreis zuerkannt. Dieter Lelgemann wurde 1939 in Essen geboren, nach Ingenieurschule Essen und Studium an der TU Berlin war er wiss. Assistent bei Professor Moritz und ist dort 1971 promoviert worden. 1975/76 Studienaufenthalt in den USA habilitiert 1978 und seit 1985 Professor für Astronomische und physikalische Geodäsie. –  Der Ehrenpreisträger hielt einen engagierten Vortrag Antike Messkunst“. Die Messkunst bildet die Verknüpfung von Messtechnik und Angewandter Mathematik. Er ging besonders auf die „antiken“ Wissenschaftler ein, die bereits grundlegende Forschungsergebnisse erzielt haben, von Thales, Anaximandos, Pytheas über u.a. Archimedes, Eratosthenes bis zu Ptolemaiosin der praktischen Interpretation ihrer Ergebnissen mit verblüffend hohen Genauigkeiten. Dieter Lelgemann überzeugte die interessierte Zuhörerschaft durch eine eindrucksvolle Präsentation seiner antiken Recherchen und Erkenntnisse.

 


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S T A T U T

für die Verleihung eines Eratosthenes-Preises

zur Förderung der Geschichte des Vermessungswesens



Artikel 1


In satzungsgemäßer Auslegung der Aufgaben und Ziele des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. in Dortmund, insbesondere die Erforschung der Geschichte des Vermessungswesens zu fördern, wird der Eratosthenes-Preis zur Förderung der Geschichte des Vermessungswesens gestiftet.


Unabhängig davon kann ein Eratosthenes-Preis als Ehrenpreis verliehen werden.



Artikel 2


Der Eratosthenes-Preis wird für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der geschichtlichen Forschungen im Vermessungswesen verliehen, insbesondere für Studienabschlussarbeiten und Dissertationen. Die Auszeichnung wird mit einer Urkunde und mit einem Geldbetrag überreicht.


Der Eratosthenes-Ehrenpreis wird für herausragende Buchveröffentlichungen verliehen, die wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem historischen Vermessungswesen der Öffentlichkeit nahebringen. Die Auszeichnung wird mit einer Urkunde ohne Geldbetrag überreicht.



Artikel 3


Für den Eratosthenes-Preis stellt der Förderkreis Vermessungstechnisches Museum e.V. in Dortmund für jedes zweite Jahr 2.500 € (Zweitausendfünfhundert EURO) zur Verfügung. Der Preis kann in einer Summe vergeben, er kann zwischen mehreren Preisträgern geteilt oder für einen längeren Zeitraum als zwei Jahre auf einen Preisträger kumuliert werden.



Artikel 4


Über die Vergabe des Eratosthenes-Preises beschließt ein Stifterkollegium. Die Entscheidungen dieses Stifterkollegiums sind unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Artikel 5


Das Stifterkollegium besteht aus dem Präsidenten des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V., dem Ersten Vorsitzenden des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. und dem Vorsitzenden des Kuratoriums des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. Gutachter können beratend hinzugezogen werden. Im Stifterkollegium führt der Präsident den Vorsitz; er wird vom Vorsitzenden des Kuratoriums vertreten.



Artikel 6


Der Vorstand des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. in Dortmund lädt jedes zweite Jahr öffentlich dazu ein, hervorragende Arbeitsergebnisse auf dem Gebiet der geschichtlichen Forschung im Vermessungswesen, die für die Verleihung des Eratosthenes-Preises in Betracht gezogen werden sollen, dem Stifterkollegium einzusenden.


Vorschlagsberechtigt sind insbesondere alle Mitglieder des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. sowie Hochschullehrer an deutschen Hochschulen und Universitäten unabhängig von einer Mitgliedschaft. Ein Vorschlag soll begründet sein.



Artikel 7


Das Stifterkollegium ist bei der Vergabe des Eratosthenes-Preis nicht auf die eingereichten und vorgeschlagenen Arbeiten beschränkt.



Artikel 8


Der Eratosthenes-Preis wird in einem feierlichen Rahmen öffentlichkeitswirksam überreicht. Vom Preisträger wird erwartet, dass er danach in der Mitgliederversammlung des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. in Dortmund seine Arbeit vorstellt.



Dieses Statut wurde vom Kuratorium des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. beraten, vom Vorstand des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. beschlossen und von der Mitgliederversammlung des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V. am 18. Februar 2013 genehmigt. Es ersetzt die Satzung vom 19. Februar 1990/ 21. Februar 2000.







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Stand: 15.07.2013